đ€MCP Server als neuer Baustein im Business Intelligence Stack
- Silas Natter

- 1. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Business Intelligence entwickelt sich rasant weiter. WĂ€hrend frĂŒher Datenmodelle, ETL-Strecken und Reporting-Tools isolierte Komponenten ware, wachsen moderne Plattformen wie Microsoft Fabric immer stĂ€rker zusammen.
Mit dem Model Context Protocol (MCP) entsteht nun ein weiterer Baustein, der besonders im BI-Bereich einen enormen Mehrwert bietet: der MCP Server.
Doch was steckt dahinter - und wie kann er BI-Prozesse sinnvoll unterstĂŒtzen? Genau darum geht es in diesem Artikel.
đ§© Was ist ein MCP Server eigentlich?
Der MCP Server basiert auf dem Model Context Protocol, einem offenen Standard, der entwickelt wurde, um Datenmodelle, Metadaten und Tools programmgesteuert verfĂŒgbar zu machen.
Er fungiert als:
Metadaten - Layer
Standardisierte Schnittstelle fĂŒr Datenmodelle
Tool-, Skript,- und Abfrage-Endpunkt
BrĂŒcke zwischen Datenplattformen und KI-Systemen
Vereinfacht gesagt:
Der MCP Server liefert strukturierte Informationen ĂŒber Daten, Modelle und Regeln - und stellt sie fĂŒr andere Systeme (z.B. KI-Werkzeuge, Automatisierungen, Monitoring) bereit.
Damit wird er zu einem Bindeglied zwischen Menschen, Daten und Anwendungen.
đ Warum MCP im Bereich Business Intelligence wichtig wird
BI-Systeme bestehen auf vielen Bausteinen:
Datenquellen, Lakehouses, ETL, Reporting, Semantic Models, Governance-Informationen und Quality Rules.
Der MCP Server kann diese Informationen einheitlich ausspielen - und das bringt gleich mehrere Vorteile:
đ 1. Zentrale Sicht auf Metadaten
BI Teams kÀmpfen oft damit, dass Metadaten verstreut sind. Ein MCP Server kann u.a. folgende Infos bereitstellen:
Tabellenstrukturen
Beziehungen
Measures und KPIs
Beschreibungen & Business Definitionen
Data-Lineage Informationen
Das erleichtert Dokumentation, Governance und Onboarding enorm.
đ€ 2. KI kann BI-Modelle verstehen
Weil KI-Tools wie ChatGPT das MCP-Protokoll nativ verstehen, können sie:
semantische Modelle analysieren
Measures erklÀren
DatenqualitÀtsprobleme erkennen
Modellverbesserungen vorschlagen
Damit wird Assisted BI Development möglich - eine völlig neue Form der Zusammenarbeit.
âïž 3. Automatisierung von Entwicklungsprozessen
Ein MCP Server kann automatisiert:
Deployment-PrĂŒfungen durchfĂŒhren
Naming Conventions validieren
KPI-Definitionen auf VollstĂ€ndigkeit prĂŒfen
Mock-Modelle fĂŒr Testumgebungen generieren
Vor allem in Microsoft Fabric, wo Workspaces, Lakehouses und Semantic Models eng miteinander verzahnt sind, sorgt MCP fĂŒr saubere und wiederholbare Prozesse.
đ 4. Automatische Dokumentation
Aus BI-Modellen lassen sich per MCP automatisch erzeugen:
KPI-Kataloge
Datenmodell-Dokumentationen
Tabellenbeschreibungen
technische & fachliche Glossare
Die Zeiten, in denen Dokumentation veraltet, bevor jemand sie liest, sind damit vorbei.
đïž Wie passt der MCP Server zu Microsoft Fabric?
Microsoft Fabric ist bereits eine Plattform, die stark auf Offenheit setzt â etwa durch:
OneLake API
Delta Lake als Standard
Git-Integration
REST Endpoints
Automatisierbare Workspaces und Items
semantische Power BI Modelle
Der MCP Server ergĂ€nzt dieses Ăkosystem perfekt.
Er kann:
Fabric-Tabellen strukturiert auslesen, inklusive Spalten & Datentypen
Semantic Models inkl. Measures aus Power BI abrufen
Pipeline-Metadaten zur Automatisierung nutzen
Governance-Informationen in standardisierter Form bereitstellen
Damit wird Fabric noch kontrollierbarer, automatisierbarer und KI-fÀhiger.
Ein typisches Szenario sieht so aus:
âš Beispiel: Automated Knowledge Layer in Fabric
MCP Server verbindet sich mit Lakehouse + Semantic Model
Liest Tabellen, Measures, Beziehungen und Business Definitionen
Bereitet die Informationen im MCP-Format auf
Tools wie ChatGPT oder eigene BI-Automationen nutzen dieses Wissen weiter
Ergebnis:Ein lebendiges, stets aktuelles Wissensmodell ĂŒber das komplette BI-System.
đKonkrete Use Cases im BI-Alltag
đ§Ș Automatische QualitĂ€tsprĂŒfungen
Checks auf vollstÀndige KPI-Definitionen
PrĂŒfung von Modelldokumentationen
Validierung von Measure-Namen und Standards
đ Generierung von Business Glossaries
Tabellen & Felder â automatisch dokumentiert
KPI-Beschreibungen â automatisch extrahiert
Lineage â automatisch abbildbar
đ KI-Assistent fĂŒr Data Engineers & Analysten
"ErklÀr mir, wie KPI X berechnet wird"
"Erzeuge ein DAX-Measure basierend auf dieser Beschreibung"
"Welche Tabellen sind fĂŒr diese Analyse relevant?"
đ UnterstĂŒtzung bei Dev/Test/Prod
Automatische ĂberprĂŒfung von ModellĂ€nderungen
Vergleich von Semantic Models ĂŒber Umgebungen hinweg
Erstellung von Deployment Reports
đFazit: Der MCP Server ist ein wichtiger Zukunftsbaustein fĂŒr BI
Der Siegeszug von zentralisierten Datenplattformen wie Microsoft Fabric macht klar:Datenmodelle mĂŒssen nicht nur sauber gebaut, sondern auch systemĂŒbergreifend nutzbar sein.
Der MCP Server ermöglicht genau das:
einheitliche Metadatenbereitstellung
VerstĂ€ndlichkeit fĂŒr KI
Automatisierung von BI-Prozessen
höhere Transparenz und Governance
intelligente UnterstĂŒtzung fĂŒr Analysten und Entwickler
Damit entsteht ein Ăkosystem, in dem BI nicht nur gebaut, sondern gelebt und automatisiert weiterentwickelt wird.
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