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Die SUCCESS-Formel von IBCS®: Baustein "CONDENSE" - Informationsdichte erhöhen

Nach den Bausteinen EXPRESS und SIMPLIFY führen wir die Serie der perzeptuellen Regeln mit dem Baustein "CONDENSE - Informationsdichte erhöhen" von IBCS® fort. CONDENSE befasst sich mit der Frage, wie möglichst viele relevante Informationen auf begrenztem Raum verständlich, übersichtlich und vergleichbar dargestellt werden können – ohne die Wahrnehmung des Lesers zu überfordern.

CONDENSE

Informationsdichte erhöhen - CONDENSE


CONDENSE deckt alle Aspekte der Erhöhung der Informationsdichte in Berichten und Dashboards ab. Die Erhöhung der Informationsdichte bedeutet, dass alle Berichte alle Informationen enthalten, die zum Verständnis der jeweiligen Botschaft auf einer Seite erforderlich sind. Dabei kann der Mensch eine enorme Informationsdichte verarbeiten wenn die Darstellung standardisiert und simplifiziert ist.


Dieses Kapitel behandelt die Verwendung kleiner Komponenten, die Nutzung von Platz sowie das Hinzufügen von Daten, Elementen und Objekten.


Die fünf Regeln von CONDENSE


🧩CO1 - Kleine Komponenten verwenden


Die Notwendigkeit einer höheren Informationsdichte erfordert, dass alle Objekte, Elemente und Zeichen so klein wie möglich dargestellt werden, dabei aber dennoch lesbar bleiben.


CO 1.1 Verwenden Sie kleine Schriftarten

Vermeiden Sie generell übergroße Schriftarten. Sie verschwenden unnötig Platz


Kleine Schriftarten

CO 1.2 Verwenden Sie kleine Elemente

Kleine Elemente erhöhen die Übersichtlichkeit. Große Symbole und Hervorhebungen sind nicht besser geeignet als kleinere Symbole und Hervorhebungen.


Kleine Elemente


CO 1.3 Verwenden Sie kleine Objekte

Die Größe von Diagrammen und Tabellen in Berichten und Präsentationen sollte nicht so groß wie möglich sein, sondern so klein wie möglich – jedoch nur so klein, dass die Objekte und alle ihre Details und Beschriftungen leicht lesbar sind. Dies schafft Platz für mehr Informationen und somit ein besseres Verständnis des Kontexts.


Kleine Objekte

📊CO2 - Raumnutzung maximieren


Die Nutzung von freiem Platz ist der schnellste und einfachste Weg, um die Informationsdichte zu erhöhen. Nutzen Sie unnötig breite Ränder und Rahmen oder leere oder wenig genutzte Seiten besser, indem Sie sie mit hilfreichen Daten füllen, die sich auf den Kontext beziehen.


CO 2.1 Verwenden Sie schmale Seitenränder

Das Seitenlayout wird oft von Corporate-Design-Standards dominiert, die nicht auf eine hohe Informationsdichte, sondern auf ein attraktives Design ausgelegt sind, wodurch wertvoller Platz für Layout-Elemente wie extrabreite Seitenränder geopfert wird.


Schmale Seitenränder

CO 2.2 Leerraum reduzieren

Reduzieren Sie Leerraum, um die Informationsdichte zu erhöhen. Dies gilt nicht nur für das Seitenlayout sondern auch für das Layout von Berichtsobjekten wie Diagrammen und Tabellen.


Leerraum reduzieren

👁️CO3 - Daten hinzufügen


Mit dem nun gewonnenen Platz können wir weitere Daten hinzufügen. Das Hinzufügen weiterer Daten zu einer bestehenden Visualisierung erhöht die Informationsdichte und trägt zu einem besseren Verständnis des Kontexts bei.


CO 3.1 Datenpunkte hinzufügen

Die Darstellung von mehr Datenpunkten beeinträchtigt das Verständnis der numerischen Daten nicht. Beispielsweise wäre eine monatliche Statistik der Mitarbeiterzahlen über zwölf Monate in einem Jahr genauso schnell zu verstehen wie dieselbe Datenreihe mit zwölf Monaten für jedes der letzten drei Jahre – also insgesamt 36 Datenpunkte statt zwölf. In der Regel lassen sich interessante Zusammenhänge erst mit einer erhöhten Anzahl von Elementen in einer Datenreihe erkennen


Datenpunkte hinzufügen

CO 3.2 Dimensionen hinzufügen

Eine sehr nützliche Methode zur Erhöhung der Informationsdichte besteht darin, mehr als zwei Dimensionen einer Geschäftssituation darzustellen. Ein Diagramm mit nur einer Dimension (wie beispielsweise ein Kreisdiagramm) visualisiert nur banale Dinge, die sich leicht in einem einfachen Satz ausdrücken lassen. Bereits Diagramme mit zwei Dimensionen

können sehr interessante Zusammenhänge aufzeigen – Diagramme mit drei und mehr Dimensionen liefern Strukturen, die zu völlig neuen Erkenntnissen führen.


Dimensionen hinzufügen

🔦 CO4 - Elemente hinzufügen


Es ist oft sinnvoll, zwei oder mehr grundlegende Diagrammtypen (entweder horizontal oder vertikal) zu verwenden, um kombinierte Diagramme mit einer höheren Informationsdichte zu erstellen.


Kombinierte Diagramme werden als eine Einheit behandelt und nicht als mehrere Diagramme und können sowohl aus horizontalen als auch aus vertikalen Diagrammen erstellt werden.


CO 4.1 Überlagerungsdiagramme verwenden (Overlay)

Säulen- oder Balkendiagramme mit integrierten Abweichungen (Abweichungen werden innerhalb der Säulen oder Balken angezeigt) sind ein typisches Beispiel für Überlagerungsdiagramme. Im Vergleich zu zweistufigen Diagrammen benötigt diese Darstellung von zwei Datenreihen wesentlich weniger Platz.


Overlay

Overlay


CO 4.2 Mehrstufige Diagramme verwenden (Multi-Tier)

Verwenden Sie mehrstufige Diagramme, um die Informationsdichte zu erhöhen, indem Sie derselben Kategorieachse (z.B. Monate) zusätzliche Ebenen für Analysen derselben Basisdaten hinzufügen. Mehrstufige Diagramme werden am häufigsten verwendet,

um Abweichungen zusammen mit den Basiswerten darzustellen.


In einem zweistufigen Diagramm wird ein sekundäres Diagramm parallel zur Kategorieachse des primären Diagramms verschoben. Die Kategorieachsen (z.B. Monate) werden wiederverwendet, wobei sie in der Regel ein anderes semantisches Szenario-Design aufweisen (z.B. Δ PL). Die Werteachsen müssen identisch skaliert werden.


Multi-Tier

In einem dreistufigen Diagramm erscheint ein drittes Diagramm über einem horizontalen oder rechts von einem vertikalen zweistufigen Diagramm. Verbessern Sie die Interpretation eines Primärdiagramms, das gruppierte Balken für Ist- und Plandaten zeigt, durch Hinzufügen von Abweichungen. Das Sekundärdiagramm mit absoluten Abweichungen und ein Tertiär-Pin-Diagramm mit relativen Abweichungen.


Multi-Tier

Multi-Tier

CO 4.3 Erweiterte Charts verwenden (Extend)

Ein erweitertes Diagramm ordnet zusätzliche Diagramme neben dem Hauptdiagramm an, indem es die Kategorieachse virtuell erweitert. Diese Methode zur Erhöhung der Informationsdichte wird häufig verwendet, wenn Kontextinformationen wie Marktdurchschnitte oder Zahlen von Wettbewerbern angezeigt werden.


Extend

CO 4.4 Diagrammelemente in Tabellen einbauen (Embed)

Erhöhen Sie die Informationsdichte von Tabellen durch die Verwendung von Diagrammelementen wie Balken oder Sparklines.


Embed

CO 4.5 Erklärungen einbetten (Explain)

Sowohl die Informationsdichte als auch der Grad des Verständnisses steigen, wenn Erläuterungen in Diagramme und Tabellen eingebettet sind.


Explain

🗺️ CO5 – Objekte hinzufügen


Berichte und Präsentationsmaterialien bestehen aus einer oder mehreren Seiten. Der Inhalt einer Seite kann zusammen betrachtet werden und fördert eine bessere Vergleichbarkeit. Dies stellt jedoch eine gestalterische Herausforderung hinsichtlich konsistenter Skalierung dar.


CO 5.1 Verwenden Sie kleine Mehrfachdiagramme (Small Multiples)

Verbessern Sie das Verständnis komplexer Zusammenhänge erheblich, indem Sie Diagramme desselben Typs und derselben Skala auf derselben Seite anzeigen. Diese Diagramme werden als kleine Mehrfachdiagramme bezeichnet. Typische Anwendungen sind Diagramme mit verschiedenen Ländern, Produkten oder Projekten, die nebeneinander angeordnet sind.


Small Multiples


CO 5.2 Verwandte Diagramme auf einer Seite anzeigen

Im Gegensatz zu kleinen Mehrfachdiagrammen behandeln verwandte Diagramme verschiedene Themen (unterschiedliche Messgrößen) auf einer Seite. Meistens verwenden sie auch unterschiedliche Skalen. Es macht jedoch keinen Sinn, mehrere völlig unabhängige Diagramme auf einer Seite anzuordnen.


Verwandte Diagramme



🧭Fazit: CONDENSE schafft Dichte

Mit CONDENSE – Informationsdichte erhöhen adressiert IBCS® einen der häufigsten Schwachpunkte im Reporting: zu viel Platz für zu wenig Aussage. Der Baustein fordert dazu auf, Inhalte bewusst zu verdichten und Informationen so zu strukturieren, dass sie auf engem Raum verständlich, vergleichbar und entscheidungsrelevant bleiben.


Ein konsequent umgesetztes CONDENSE-Prinzip führt zu kompakteren Reports, in denen Zusammenhänge schneller erkannt und Abweichungen leichter verglichen werden können. Unnötiger Leerraum und fragmentierte Darstellungen werden reduziert zugunsten eines klaren Gesamtbilds.


Damit leistet CONDENSE einen wesentlichen Beitrag zu wirkungsvollem Management-Reporting: Weniger Seiten, weniger visuelle Streuung – dafür mehr Klarheit, mehr Orientierung und mehr Entscheidungsunterstützung.


Im nächsten Beitrag widmen wir uns dem dritten Baustein in der Regelgruppe der perzeptuellen Regeln. Nämlich CHECK – Visuelle Integrität sicherstellen.



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